Leben mit Blutverdünnern

Home Rezensionen Bücher Veranstaltungen Praxis Biographie Links Impressum

 

Bücher zu folgenden Themen:

Internationale Buchausgaben

  Kontakt:
 
Nora Kircher

 

 

Leben mit Blutverdünnern

 
 
Hier der Beispieltext:
 

Vorwort

In meinem Beruf als Heilpraktikerin habe ich sehr viele Patienten, die als Blutverdünner den Wirkstoff Phenprocoumon, meistens Marcumar, einnehmen müssen. Immer wieder wurde mir erzählt, dass eine wöchentliche Quickkontrolle nötig sei, denn der Quickwert wäre sehr schwankend. Mein Hinweis auf die Diät half jedes Mal den Quickwert stabiler zu bekommen. So kam ich auf die Idee dieses Buch zu schreiben.

Es gibt Menschen, deren Blutgerinnung – sie wird als Quickwert oder auch INR-Wert ausgedrückt – ist stabil, obwohl sie alles essen, ohne auf den Vitamin K-Gehalt achten zu müssen. Aber wir sind nun mal nicht alle gleich – so ist es eben auch mit der Wechselwirkung von Phenprocoumon (z.B. Marcumar) und Vitamin K.

Ab Seite 39 finden Sie Tabellen, denen Sie den ungefähren Vitamin K-Gehalt entnehmen können. Da es sich aber jeweils um Naturprodukte handelt, ist der Vitamin K-Gehalt schwankend.

Wieviel Vitamin K Sie tatsächlich vertragen, können Sie nur selbst herausfinden. Dabei geht es nicht darum Lebensmittel auszuwiegen oder abzumessen, wie das bei Diabetes mellitus nötig sein kann. Das Buch soll Ihnen aber helfen, dass Sie lernen, wie Sie sich Ihre Mahlzeiten so einteilen, dass Sie täglich eine ähnliche Menge an Vitamin K zu sich nehmen.

Ich kann gut nachempfinden, wie Sie sich fühlen, wenn Sie zum Beispiel nicht mehr eine beliebige Menge Grünkohl essen dürfen, denn ich muss eine eiweißarme, gluten- und laktosefreie Diät einhalten. Ich kann Ihnen aber aus dieser eigenen Erfahrung sagen, dass man sich daran gewöhnt, belastende Lebensmittel auszuklammern. Außerdem werden Sie neue Lebensmittel und Rezepte kennenlernen, die ein guter Ausgleich sind.

Denken Sie auch immer daran, dass die neue Ernährungsweise Ihrer Gesundheit dient und Sie ja deshalb nicht hungern müssen. Wichtig ist eine gesunde Vollwertkost, bei der die Lebensmittel mit einem hohen Vitamin K Gehalt reduziert oder weggelassen werden.

Probieren Sie meine Rezepte und lassen Sie sich dadurch anregen neue, leckere Gerichte zu kreieren.

Um den Lesefluß nicht zu stören, habe ich auf die weiblichen Bezeichnungen einiger Berufe und Personengruppen verzichtet, alle Frauen mögen mir das bitte verzeihen.

 

 

Medizinische Einleitung

 

 

Verschiedene Blutverdünner

Vorab etwas zum Wort „Blutverdünner“. Korrekt müßte es immer Blutgerinnungshemmer heißen, wird aber im Volksmund meistens als Blutverdünner bezeichnet. So wie auch oft Quickwert gesagt wird, obwohl der INR-Wert gemessen wurde. Mehr zu diesen Themen auf Seite 24

In diesem Buch geht es vor allem um die Vitamin K-arme Ernährung bei der Einnahme des Wirkstoffs Phenprocoumon, bekannt vor allem als Marcumar. Weitere Arzneinamen sind beispielsweise: Falithrom, Marcuphen, Marcoumar, Phenpro, Phenprogamma.

Andere Blutgerinnungshemmer haben zwar ähnliche Wirkungen und Nebenwirkungen, also Blutungsneigung, nicht aber die gleichen Wechselwirkungen.

Andere Blutgerinnungshemmer haben eine schwächere, oft nicht ausreichende, Wirkung, verändern diese aber nicht durch Vitamin K-reiche Nahrungsmittel. Dazu gehört vor allem die Acetylsalicylsäure, bekannt als Aspirin oder auch Acetal, ASS, Godamed, HerzAS und Minisal.

Weitere, stärkere Blutgerinnungshemmer dürfen entweder nur kurzfristig angewendet werden oder sind dem Krankenkassensystem zu teuer. Dabei wären einige andere Gerinnungshemmer unkomplizierter, denn sie haben keinen Antagonist (Gegenspieler) in der Nahrung, wie Vitamin K bei Phenprocoumon (z.B. Marcumar). Es muss also keine Diät eingehalten werden.

Wenn Sie im Ausland unterwegs sind und nicht genügend Vorrat von Ihrem „Blutverdünner“ mitgenommen haben, fragen Sie nach dem Wirkstoff Phenprocoumon und nicht nach dem Arzneinamen, denn der kann unterschiedlich sein.

 

 

Was sind Nebenwirkungen

Damit werden unerwünschte Wirkungen bezeichnet, die direkt von dem Arzneimittel kommen. Meistens kommen diese Nebenwirkungen von dem Wirkstoff selbst und nur selten von einem sogenannten Hilfsmittel. Ein Beispiel ist Durchfall, den Menschen mit Laktoseintoleranz bekommen können, wenn als Hilfsstoff Laktose enthalten ist.

Die Nebenwirkungen können sehr vielfältig sein, müssen aber keineswegs auftreten.

 

 

Für die Häufigkeit von Nebenwirkungen gibt es genaue Angaben:

  • Sehr häufig: bei mehr als 1 von 100 Behandelten
  • Gelegentlich: bei weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
  • Selten: bei weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
  • Sehr selten: bei weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfällen

Die Wirkung der „Blutverdünnung“ kann bei Unfällen und bei Verletzungen jeder Art, allerdings auch zur unerwünschten Nebenwirkung – also zu starken Blutverlusten, führen.

 

 

Was sind Wechselwirkungen

Wechselwirkungen treten nur – wie das Wort schon ausdrückt – im Wechsel zu anderen Substanzen auf. Solche Wechselwirkungen treten nicht – wie bei Nebenwirkungen – möglicherweise auf, sondern bei allen Menschen, nur in unterschiedlicher Ausprägung.

Solche Wechselwirkungen können also harmlos und tolerierbar sein oder fatal, wie bei Phenprocoumon.

 

 

 

Beispiele Rezepte

 

Kürbis

Es gibt hunderte verschiedene Kürbissorten, wovon nicht alle genießbar sind. Immer wieder höre ich, dass Kürbis nicht gerne gegessen wird. Das sagen aber meistens nur Menschen, die ihn nur süß-sauer eingelegt kennen. Wenn Sie dazugehören, sollten Sie unbedingt mal einen kleinen Kürbis – aber keinen ungenießbaren Zierkürbis – kaufen und eines der folgenden Rezepte ausprobieren.

Das praktische am Kürbis ist, dass er sich viele Wochen im Kühlschrank hält. Zugegebenermaßen ist das Schälen eine Herausforderung, die sich aber meistern lässt.

Halbieren Sie dafür den Kürbis mit einem langen scharfen Messer. Gut ist, wenn das Messer länger ist als der Kürbis dick. Sie können dann die Klinge mit beiden Händen hinunterdrücken, wie Sie es von der Käsetheke kennen, wenn Käse zugeschnitten wird.

Anschließend mit einem Esslöffel die Kürbishälften von den Kernen befreien.

Legen Sie dann den Kürbis mit der Schnittfläche auf ein Brett und „schnitzen“ mit einem scharfen kleinen Küchenmesser die Schale ab. Nicht jeder Kürbis muss geschält werden, ich schäle aber alle, denn ich weiß nicht, wessen Schale nicht schmeckt.

Mit dem langen Messer jetzt Streifen abschneiden und diese dann würfeln.

 

 

Hokkaido - Kürbis - Suppe

1 Hokkaidokürbis (für etwa 4 Personen)

2 große Kartoffeln

½ Liter Milch

2 EL Würzl

Salz

2 EL Butter

Den Kürbis und die Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden und in der Milch weich kochen. Mit einem Kartoffelstampfer pürieren, mit Würzl, Salz und Butter abschmecken.

Varianten:

  • Statt mit Würzl mit Petersilie würzen.
  • Zusätzlich 2 kleingeschnittene Zwiebeln mitkochen.

 

 

Kürbis gebraten

1 kleiner Kürbis

Rapsöl- oder Olivenöl

Salz

Den Kürbis schälen, würfeln und in dem Speiseöl braten. Dabei wird der Kürbis etwas cremig. Es schmeckt sehr gut, da aber der Kürbis alles Öl aufnimmt, ist es auch ein fetthaltiges Gericht. Nach Geschmack salzen.

Varianten:

  • Eine oder mehrere Zwiebeln mitbraten.
  • Vorher mit einem Ei und Paniermehl panieren.

 

 

Mais, Zuckermais

Es gibt sehr viele Maissorten, unterschieden werden grundsätzlich Futtermais, Zuckermais und eine Sorte, die für Popkorn geeignet ist. Botanisch gehört Mais zu den Gräsern und wird heute vor allem in den USA angebaut.

Im 16. Jahrhundert kam der Mais durch die Spanier von Amerika zu uns. Wir bekommen ihn als:

  • Zuckermais als Maiskolben, als Mais in der Dose oder im Glas.
  • Getrocknet zum Mahlen oder schon gemahlen als Mehl oder Gries, auch Polenta genannt.
  • Als Popkornmais oder fertiges Popkorn (vor allem im Kino).

Mais darf erst vor dem Servieren gesalzen werden, denn sonst werden die Körner hart. Mais im Glas deshalb nur noch erwärmen, denn Salz ist dort schon enthalten.

Der Mais, den man hier auf den Feldern sieht, ist meistens Futtermais und geschmacklich kein Vergleich zum Zuckermais, der entweder aus den USA oder aus Südeuropa kommt.

 

 

 

Pikante Polenta - Puffer

250g Polenta (Maisgrieß)

1 l Wasser

½ TL Salz

4 Eier

1/8 l Milch

4 El Mehl

Erdnussöl

Salz

Pfeffer

Petersilie

Den Maisgrieß in Salzwasser aufkochen und zugedeckt bei schwacher Hitze 30 bis 40 Minuten quellen lassen, dabei öfter umrühren.

Den Brei etwas abkühlen lassen und in eine Schüssel füllen. Mit einem Knethaken Eier, Milch und Mehl unterarbeiten. Den Teig mit Salz, Pfeffer und Petersilie abschmecken.

In erhitztem Erdnussöl kleine Polenta-Puffer backen.

Schmecken gut zu Eintopf, zu Suppen oder mit Avocado oder Tomatencreme bestrichen.

Varianten:

  • Nicht mit Pfeffer und Petersilie würzen, sondern vor dem Servieren Zimt und Zucker darüber streuen.
  • Zunächst eine Seite der Puffer braten. Nach dem Wenden ein kleines Stück Käse auf den Puffer legen und schmelzen lassen.
  • Statt mit Pfeffer und Petersilie mit Curry würzen.

 

 

Mais mit Reis gebraten

1 Tasse Basmatireis

2 Tassen Wasser

½ TL Salz

1 Glas Biomais

3 EL Rapsöl

Den Reis im Salzwasser garen. Das Wasser aus dem Biomais als Kochwasser dafür mitnutzen.

Den gegarten Reis mit den Maiskörnern 5 Minuten braten und Servieren.

Varianten:

  • Bevor der Mais und der Reis in die Pfanne mit Rapsöl kommen, Mandelsplitter hellbraun braten.
  • Bevor der Mais und der Reis in die Pfanne mit Rapsöl kommen, 2 Zwiebeln glasig braten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weberei-Museum Kircher

 

Sonderbuchaktionen KulturGut Alte Schmiede